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16. Mai 2021

„50 Jahre“ Skatverband Baden-Württemberg

Der Skatverband feiert im Mai 2021 sein 50jähriges Jubiläum. Er hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Nach der vom XX. Deutschen Skatkongress 1970 beschlossenen neuen Satzung des DSkV e.V., sollten nach der Anfangsziffer der damals vierstelligen Postleitzahlen die Landesverbände 1 bis 8 gegründet werden. Die Landesverbände sollten Bindeglied zwischen den Verbandsgruppen und dem DSkV e.V. sein. Seit Jahrzehnten ist der Landesverband 7 einer der mitgliederstärksten Landesverbände im DSkV e.V.

Als 1. Vorsitzender der mitgliederstärksten Verbandsgruppe wurde Skatfreund Rolf Kämmle beauftragt, die Gründung des Landesverbandes 7 vorzubereiten. Zu diesem Zweck hatte er die damals bestehenden Verbands-gruppen 70/71 Württemberg, 75 Schwarzwald-Nord, 76 Mittelbaden und 78 Südbaden zur konstituierenden Versammlung nach Villingen-Schwenningen eingeladen. Delegierte der VG 75 Schwarzwald-Nord sind damals der Einladung nicht gefolgt. 1974 schließt sich die Verbandsgruppe 77/79 (später 2 Verbandsgruppen 07.07 Schwarzwald-Bodensee und 07.09 Bodensee-Oberschwaben) dem LV an. 2005 wird auf deren Antrag die Verbandsgruppe 07.04 Nordbaden in unseren Landesverband aufgenommen. Heute gehören 7 Verbandsgruppen mit derzeit 2079 Mitgliedern in 163 Vereinen dem Landesverband an.

Die Versammlung zur Gründung des Landesverbandes fand am 22. Mai 1971 in VS-Schwenningen statt. Als Versammlungsstätte wählte Rolf Kämmle, klug wie er war, aus guten und strategischen Gründen das Hotel „Württemberger Hof“ aus, denn dieses Haus stand genau auf der Grenzlinie zwischen „Baden“ und „Württemberg“, was dann der Entscheidungsfreude von „Badenern“ und „Württembergern“, die sich nicht immer grün waren, doch sehr entgegenkam! So wurde reibungslos und einstimmig die Konstituierung des LV 7 mit dem Namen LV 7 Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart beschlossen. Der Vorstand wurde auf 2 Jahre gewählt.

1. Vorsitzender:Rolf Kämmle, Bonlanden,
1. stellvertr. Vorsitzender:Kurt Jander, Freiburg,
2. stellvertr. Vorsitzender:Waldemar Peuckert, Ludwigsburg,
Schatzmeister:Erich Bierbrauer, Stuttgart,
Schriftführer:Hans-Dieter Linke, Heilbronn,
1. Beisitzer und Spielwart:Rolf Fritz, Oberkirch,
2. Beisitzer und Pressewart:Annelies Hartmann, Kenzingen.

Im Jahr 1973 wurde die Wahlperiode der Vorstandsmitglieder von bisher zwei Jahre auf vier Jahre festgesetzt. In diesem Jahr übernahm Skatfreund Rainer Rudolph den Posten des 2. stellvertretenden Vorsitzenden.

Am 28. Mai 1972 wurden in Kehl die 1. Baden-Württembergischen Skatmeisterschaften durchgeführt. Der 1. Baden-Württemberg Pokal wurde im Jahr 1976 gespielt. Für viele Deutsche Einzelmeisterschaften wurde dem Landesverband B-W die Verantwortung übertragen. Jahrelang im Wechsel mit dem LV Bayern in Ulm und weitere in Kehl und Oberharmersbach. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften wurden in Heilbronn, Ketsch, Konstanz, Mannheim, Neckarsulm, Stuttgart und Weingarten betreut, ebenso fand ein Deutschlandpokal vom LV 07 ausgerichtet in Rust statt.

Im Jahr 1981 wurde die Vorstandschaft in „Präsidium“ umbenannt. Ebenso wurden die Funktionsbezeichnungen geändert und die Ämter des Jugendleiters und Schiedsrichter-Obmanns neu geschaffen. Vizepräsident Rainer Rudolph wurde vom Skatkongress 1982 zum Präsidenten des DSkV e. V. gewählt. Die Funktion des Vizepräsidenten im Landesverband hat dann mehrfach Veränderungen erfahren und so bekleideten in den Folgejahren Fritz Thiesen VG 07.08 (1985 – 1993), Klaus Thiele VG 07.08 (1993 – 2005) und Hans-Jürgen Blumenthal VG 07.09 (2005 – 2013) weitere kompetente Skatfreunde dieses Amt.

Vom Spieljahr 1984 an startete die Skat-Bundesliga und die LV-Landesliga wurde mit 32 Mannschaften eingeführt.

Vom Spieljahr 1986 an, nahm die neu gebildete Oberliga Baden-Württemberg (OL) mit 16 Mannschaften den Spielbetrieb auf.

Ab dem Spieljahr 1989 wurde eine 2. Bundesliga ins Leben gerufen. Die Spieltage im Liga-Spielbetrieb wurden auf 5 erhöht, wobei an jedem Spieltag 3 Serien gespielt werden.

Auch wurde der Name in „Skatverband Baden-Württemberg“ mit dem Zusatz „Landesverband 7“ im Deutschen Skatverband (LV 7) geändert. Die Zahl der Präsidiumsmitglieder wurde von 7 auf 8 erhöht. Die Jahreshauptversammlung wurde in „Mitgliederversammlung“ umbenannt. Sie findet nun nicht mehr alle 2 Jahre, sondern alle 4 Jahre statt. Der Ehrenrat wird durch das „Landesverbandsgericht“ ersetzt. Der Eintrag in das Vereinsregister wurde 1993 durch Notar Steinhauser (Weingarten) zusammen mit dem Präsidium des LV 7 vorbereitet und nach der erforderlichen Erstellung einer Satzung, sowie der Verabschiedung durch die Mitgliederversammlung, vor dem Amtsgericht Stuttgart vollzogen.

Bis zum heutigen Tag leiten die Geschicke des Skatverbandes Baden-Württemberg folgende Amtsinhaber:

Präsident Wolfram Vögtler (VG 07.07 – 1993), seit 1989 als Schriftführer im Amt, wurde im Jahr 1993 zum Präsidenten gewählt.

Vizepräsident Rüdiger Manke (VG 07.04 – 2013) hat sein Amt nun 8 Jahre inne,

Schatzmeister Harald Blank (VG 70.01 – 1985) ist seit 1985 im Amt und weist mit 36 Jahren die längste Amtszeit im LV-Präsidium auf.

Schriftführer und Pressereferent Herbert Binder (VG 07.01 – 1997) dient dem Verband mit 24 Jahren auch schon sehr lange.

Spielleiter Tobias Scheibel (VG 07.06 – 2009) wechselte im Jahr 2013 vom Jugendreferenten zum Spielleiter.

Damenreferentin Martina Schmidt (VG 07.07 – 2017) übernahm von Skatfreundin Brigitte Hille das Amt.

Jugendreferent Joachim Spann (VG 07.07 – 2019) vertritt die, wegen Heirat ausgeschiedene, Skatfreundin Verena Lamparter, und ist hier kommissarisch eingesetzt.

Schiedsrichterobmann Gerhard Kraft (VG 07.05 – 1993) begann sein Amt im Landesverband als Jugendreferent. Aus gesundheitlichen Gründen hat er seine Tätigkeit als Schiedsrichterobmann nach 24 Jahren an Skatfreundin Martina Schmidt abgetreten. Bedingt durch diesen Wechsel hat Skatfreundin Uschi Groh (VG 07.01) das Amt als Damenreferentin 2019 kommissarisch übernommen.

Angedacht war zum hohen Jubiläum eine Festveranstaltung, sei es als Festakt oder als Skatturnier. Die derzeit vorherrschende Corona-Pandemie hat leider schon im Ansatz alle Planungen zunichte gemacht. Auch die in 2021 anstehende Mitgliederversammlung ist davon betroffen. Die Verantwortlichen des Landesverbandes haben sich jedoch mit Weitsicht und aus Fürsorgegründen dazu entschieden, dass nichts getan wird, was den Mitgliedern auch nur im Ansatz gesundheitlichen Schaden zufügen könnte.

HerBi